Hauskreistag in Freiberg

31.01.2026 | Freiberg/Sachsen

Den Himmel ins Wohnzimmer holen

Am 31. Januar lud die Landes­kirche zum 4. Säch­sischen Haus­kreis­tag nach Fre­iberg ein. 12 Haus­kreis­teil­nehmer aus 5 Haus­kreisen unserer Gemein­de nahmen an diesem Treffen teil. Auf dem Foto könnt Ihr fast alle ent­decken. Wir trafen uns in der Petri­kirche, die in den 1980er Jahren um­ge­baut und vom Künstler Friedrich Press neu aus­gestal­tet wurde.

Unser Landes­bischof Tobias Bilz gab am Anfang einen Impuls für unser Gemeinde­leben, welchen ich gern weiter­geben möchte. Er sagte: »Das Zukunfts­bild ist nicht die Kirche, sondern das Reich Gottes, wo alle an einem Tisch sitzen werden.« Ist das nicht ein schönes Bild von Gemein­schaft, wo jeder seinen Platz hat, wo man ver­traut mit­ein­ander zusammen­kommt, wo christl­iche Identität ver­bin­det und wo aus Ver­loren­heit Gebor­gen­heit wird?

Er sprach auch über Heraus­forde­rungen. Unsere Kreise sollen offen bleiben für neue Menschen und keine ab­ge­schlosse­ne Haus­kreis­box sein, sondern sich als Teil von etwas Größe­rem, der Gemeinde, wissen. Und er gab den Aus­blick, wie Kirche ins heutige Leben passt, mit den Worten: »Den Himmel ins Wohn­zimmer holen«, Leben und Glauben mit­ein­ander teilen. Die Hauskreise sollen ein Segen für das große Ganze (Gemeinde, Kirche) sein.

Wer noch zu keinem Haus­kreis gehört und gern Teil einer kleinen Ge­mein­schaft sein möchte, so sprecht einfach Annett Schödl annett.schoedl@andreasgemeinde.org oder Maya Enghardt maya.enghardt@gmx.de an oder scheibt ihnen Eure Gedanken. Sie finden mit Euch sicher­lich einen geeigneten Haus­kreis.

Christiane Lohöfener


Ein Blitzlicht von Conny und Christian

Da wir bei noch keinem dieser Haus­kreis­tage dabei waren, waren wir auch etwas ges­pannt, was uns erwarten wird. Dank Albrecht, unserem Auto­fahrer, durften wir ent­spannt in Frei­berg ankommen. In der Petri­kirche wurden wir dann herz­lich von einem »ehe­maligen« Andreas­gemeinde­mitglied, Pfarrer Hartmut Stief, begrüßt. Die Kirche ist zwar groß, aber sie war schon mit so vielen Christen gefüllt, das wir uns auf der Empore einen Platz gesucht haben. Die Begrü­ßung und der Impuls von Christina Bruder­eck waren anre­gende Gedanken und für uns wieder ein Beispiel, wie Gott Gemein­schaft sieht.

Nach dem gemeinsamen Mittag­essen, es waren wirklich sehr lecker belegte Bröt­chen, ging es dann zu den Works­hops. Unser Work­shop mit dem Thema: »Haus­kreis­treffen vor­be­reiten - Material­sammlung kennen­lernen und direkt nutzen« lag etwas außer­halb, was wiederum einen kleinen Spazier­gang durch Frei­berg benötigte. So konnten wir uns die Beine »vertreten«. Der Work­shop selbst war für uns sehr informativ und auf alle Fälle auch um­setz­bar. Danach gab es schönen heißen Kaffee (was an diesem kalten Tag sehr gut tat) und leckeren Kuchen. Zum Abschluss durften wir noch dem »Zwei Flügel – Lieblings­lieder und Geschichten« beiwohnen, was unsere Gedanken und das herz­hafte Lachen anregten. Wir können also zu diesem Tag nur sagen, es war ein gelunge­ner Tag und wir sind sehr dank­bar, dabei ge­wesen zu sein.


Blitzlicht von Annett Schödl

Eine volle Kirche zu erleben, voller Freude und Gesang zu Beginn des Tages, waren schon eine richtige Ermu­tigung. Gefreut habe ich mich schon vorher darauf, Christina Bruder­eck und Ben Seipel als das Duo »Zwei Flügel« zu erleben. Die Konzert­lesung des Ehe­paares zum Abschluss des Tages empfand ich als echtes High­light. Die tief­sinnigen Texte, kombi­niert mit Klavier­musik, haben mich tief berührt. Sehr beein­druckt hat mich außer­dem, wie die Säch­sische Landes­kirche die Haus­kreis­arbeit fördert und wert­schätzt.